Die eifelnomaden haben Geburtstag!

Vor mehr als einem Jahr sind die ersten Lamas bei den eifelnomaden eingezogen. Wir finden, dass das eine perfekte Gelegenheit ist, ein kleines Résumé zu ziehen, und das neue Jahr ins Auge zu fassen.

Herbst 2020: Aller Anfang ist anspruchsvoll

Die ersten Monate waren angefüllt mit dem Training unserer Tiere und etlichen Vorwanderungen, um unseren Gästen ein optimales Erlebnis zu bieten. Denn es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, abwechslungsreiche und attraktive Wanderrouten zu den schönsten Ecken in unserem Naturschutzgebiet zu gestalten. Glücklicherweise durften wir auch während des ersten Lockdowns unsere „individuellen Touren“ durchführen. So konnten wir bereits ab Januar Gäste auf regulären Wanderungen begrüßen. Gerade für die Kinder aus den Großstädten, die im Lockdown kaum vor die Tür kamen, waren die Lama-Wanderungen ein tolles und nachhaltiges Erlebnis.

Familienwanderung mit Lamas im Winter

Nach einem Jahr schon über 600 Gäste

Derweil tummelt sich ein Dutzend Lamas auf der Weide: Bei den ersten sieben Lama-Wallachen sind inzwischen fünf weitere Lamas eingezogen. Das zeigt schon, wie groß das Interesse an den Lama-Wanderungen und Lama-Trekkings von den eifelnomaden ist. Über 600 Gäste waren im ersten Jahr mit uns unterwegs, darunter viele Familien und Paare. Dazu haben wir für etliche Institutionen Themenwanderungen und Betriebsausflüge organisiert.

Sogar das Fernsehen hat uns besucht, insgesamt drei Mal! Der vorläufig letzte Beitrag mit den eifelnomaden wird am 3. Dezember um 18:15h im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. In 30 Minuten berichtet der SWR in der Reihe „Fahr mal hin“ über die Schönecker Schweiz, und natürlich auch über die Lamas!

Dann war da noch die Hochwasserkatastrophe …

Zum Glück blieben die Lamas und wir weitgehend vom Hochwasser verschont, aber wegen der Überflutungen waren die Wege auf den geplanten Trekkingrouten nicht passierbar und einige der Gasthöfe, in denen wir übernachten wollten, waren schwer beschädigt. Deswegen konnten unsere für den Sommer geplanten mehrtägigen Lama-Trekkings nicht stattfinden, obschon wir uns auch darauf gut vorbereitet hatten.

Lamas vor Holzstapel im Wald
Wir haben nach Kräften hier in der Region geholfen und für die Flutopfer gespendet. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an unsere Gäste, von denen kaum eine/r abgesagt hat! Denn in unserem Naturschutzgebiet waren die Wege nicht zerstört, sodass wir schon in der Woche nach der Flut wieder mit unseren Lamas gewandert sind.

Das Team: Fortbildung zur zertifizierten Wanderführerin®

Neben Julietta führen mit Lisa, Ibrahim und Muri inzwischen drei weitere Guides die Wanderungen. Im November hat Julietta sogar noch eine Zusatzausbildung zur zertifizierten Wanderführerin® beim Deutschen Wanderverband absolviert. Bei dieser anspruchsvollen Fortbildung wurden neben Sachthemen (u.a. Geologie, Ornithologie, Gewässerkunde, Waldwissen, Orientierung, Wetterkunde …) auch Themen wie Erlebnispädagogik, Waldbaden, Gesundheitswandern und BNE – das ist Bildung für nachhaltige Entwicklung – vermittelt.

Unsere Gäste können also darauf zählen, dass die Lama-Wanderungen und Lama-Trekkings der eifelnomaden ganz genau auf die Wünsche und Bedürfnisse der Wanderer abgestimmt sind und alle Sinne ansprechen. Zumal unsere geführten Wanderungen Sicherheit bieten, denn man muss sich nicht selbst orientieren und hat stets jemanden dabei, der in Notfällen Hilfe leisten kann. Außerdem kann man viel über Lamas und natürlich unsere wunderbare Natur lernen, denn unsere Guides wissen auf so gut wie jede Frage die richtige Antwort und zeigen unseren Gästen die vielen verborgenen Schätze unseres Naturschutzgebiets.

Lama im Mohnfeld mit Muri

Pläne für das Jahr 2022

Aus der Fortbildung hat Julietta eine Menge Anregungen mitgenommen. Im neuen Jahr werden spannende Themen wie beispielweise „Yoga auf der Lamaweide“, „Waldbaden mit Lamas“ oder ein „Foto-Workshop mit Lamas“ das Angebot ergänzen. Gerne möchten wir erlebnispädagogische Angebote für Schulen in unser Programm aufnehmen, gerade im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Aber auch unsere Lama-Trekkings stehen auf dem Plan! Ab dem späten Frühjahr starten wir mit unseren verlängerten Trekkingwochenenden, bei denen wir von Freitag bis Sonntag trekken und die Naturschönheiten der nördlichen Vulkaneifel erkunden.

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Lama-Trekking in der Eifel? Wie bist Du eigentlich auf diese Idee gekommen?

Oh, das hat eine lange Geschichte! Man sagt ja immer, dass Corona so eine Art Brennglas ist, für Probleme, aber auch Ideen. Jedenfalls habe ich schon vor Jahren davon geträumt, ein paar Esel und auch Kamele zu halten. Schon in den 90’er Jahren, als ich noch häufiger als Reiseleiterin unterwegs war, habe ich leidenschaftlich gerne Trekkings mit Eseln geführt. Und Kamele sind sowieso das Größte. In Jordanien, im Wadi Rum, habe ich damals wochenlang mit Badu gelebt, mich um Kamele gekümmert, und war dort sogar Besitzerin eines Kamels, al-Alya hieß die Stute.

Nun ist es nicht so einfach, hier in Deutschland Kamele zu kaufen, und dann bin ich ja auch häufig und länger selbst auf Reisen. Deswegen blieben die Esel und Kamele immer ein Traum, den ich mir irgendwann einmal erfüllen wollte.

Dann kam jetzt im Frühjahr Corona. Schon während des Lockdowns wurde mir klar, dass ich für mein Hauptunternehmen „nomad. Reisen zu den Menschen“ Alternativen zu den Fernreisen brauchen, die wir seit 1993 veranstalten. Wir haben ja schon viele Krisen mitgemacht, angefangen von 9/11 über die Golfkriege und die Entführungen im Jemen. Aber diese Corona-Krise ist schon eine besondere Krise. Denn erstmals war nicht nur ein Reiseland oder eine Region betroffen, sondern auch unser Quellmarkt.

Wir im nomad-Team haben dann gemeinsam überlegt, welche Optionen wir haben und was am sinnvollsten ist. Unsere Devise war es ja immer schon, nur die Dinge zu machen, die uns wirklich am Herzen liegen, und die wir mit Leidenschaft machen können. Und Dinge zu tun, mit denen wir uns auskennen. Was lag da näher als Reisen in der Heimat anzubieten? Unsere „Reisen für Entdecker“ und „Reisen zu den Menschen“ in die Eifel zu bringen?

Voilà war das Projekt der eifelnomaden entstanden. Schon im April habe ich dann angefangen, nach Weideflächen zu suchen und zu recherchieren, welche Voraussetzungen ich als Tierhalterin erfüllen muss und welche Tiere für solche Trekkings und Wanderungen in Frage kommen. Bereits im Mai haben meine Tochter Sharifah und ich an einem ersten Seminar für Lamahaltung teilgenommen. Und spätestens da war es um uns geschehen: Wir wollten mit Lamas beginnen, den kleineren Verwandten der Dromedare!


Was Julietta Baums aus ihrer Liebe zu Lamas und Kamelen macht

Beitrag aus der Landesschau Rheinland-Pfalz im SWR Fernsehen.


Die eifelnomaden bei der Arbeit


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