Lama-Trekking in der Süd- und der Vulkaneifel. 9-tägige Trekking-Reise

Lamas in der Eifel: Beim Lama-Trekking rund um Maare und auf den Hochplateaus im Hohen Venn lernen wir die karge Schönheit der Eifel kennen. Entspannt, in geruhsamem Tempo und inmitten der Natur.

Unsere Wandergruppe zieht mit den wolligen Lamas durch die Eifel: Vom Startpunkt im Hohen Venn nahe Prüm auf Pilgerstraßen hinab zur Kyll, durch den verwunschenen Salmwald bis zum Meerfelder Maar. Südlichstes Ziel ist das ehrwürdige Kloster Himmerod. Umschlossen von einer Schleife der Lieser stehen sich die geschichtsträchtigen Manderscheider Burgen gegenüber. Wir wenden uns wieder westlich und genießen die Einsamkeit der Hocheifel, bevor wir nach einer Woche wieder unseren Ausgangspunkt im Naturschutzgebiet Schönecker Schweiz erreichen.

Bei diesem Trekking geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um das Erleben der Natur gemeinsam mit den genügsamen Tieren: Lamas sind neugierig und reagieren sehr feinfühlig auf die Stimmung des Menschen, der sie führt. Das bringt uns Wanderer unweigerlich dazu, ruhiger und gelassener zu werden. Die weiten Hochebenen der Eifel sindvon etlichen, tief eingeschnittenen Tälern wie dem der Kyll, der Salm und der Lieser durchzogen. Deswegen, und weil wir größtenteils auf unbefestigen Wegen laufen, ist eine gute Grundkondition beim Wandern wichtig.

REISEVERLAUF

Unsere gemeinsame Erkundung der Eifel beginnt am frühen Nachmittag mit einem Kennenlernen unsere tierischen Begleiter, den Lamas.
Wir bekommen eine kurzweilige Einführung zu den Tieren und lernen, worauf man beim Wandern mit den Tieren achten sollte. Danach starten wir zu einem ersten Spaziergang in das Tal des Altburgbachs und machen uns mit den Lamas vertraut. Schnell werden wir merken, dass die Wallache sehr feinfühlig auf unsere Stimmung reagieren.
Am frühen Abend fahren wir dann hinüber nach Prüm und beziehen unsere Zimmer – voller Vorfreude auf den Start des Trekkings am kommenden Morgen!

Am heutigen Morgen geht es los! Nach dem Bepacken unserer Lamas starten wir entlang des Altburgbachs in Richtung Norden und durchqueren dabei einen Teil des Naturschutzgebiets Schönecker Schweiz.
Ein erster kleiner Anstieg bringt uns auf den Höhenrücken, der das Kylltal begrenzt. Ab hier durchwandern wir lichte Buchenwälder und folgen dem Fischbach hinunter ins Tal der Kyll.
Auf halber Höhe liegen die Eishöhlen von Birresborn. Hier wurde nicht nur Eis gelagert, sondern auch die begehrten Mühlsteine gebrochen. Heute dienen die Höhlen Feldermäusen als Rückzugsort.
Nach etwa 18 Kilometern erreichen wir Birresborn und damit die Kyll.
Der nächste Kilometer hat es in sich, denn wir erklimmen den Ostabhang des Tals, um zu unserer Unterkunft zu gelangen. Gemeinsam satteln wir die Tiere ab und logieren uns für eine Nacht in einem kleinen Hotel ein.

Heute liegt ein einsamer Tag vor uns: Wir durchqueren den Staatsforst Salmwald auf selten genutzten Wanderwegen und queren nur zwischendurch insgesamt zweimal eine Aspaltstraße. Kein einziges Dorf liegt auf unserer Route.
Erst am Nachmittag gelangen wir an die Wiesen, die der Marschbach durchquert, und folgen diesem Bach bis hinein nach Wallenborn.
Nachdem wir die Tiere versorgt haben, laufen wir bis zum Kaltwassergeysir, dem Wallenborn seinen Namen verdankt. Wer mag nimmt anschließend noch einen Schluck des stark eisenhaltigen Wassers am benachbarten Drees und schaut in die Auslagen des skurilen Kaufhauses Jung.
Am Abend speisen wir gemeinsam im „Landhaus am Brubbel“.

Durch die Täler des Marschbachs, der Zurlay und der Kleinen Kyll bis zum Meerfelder Maar.
Am Morgen folgen wir den flinken Wassern des Marschbachs und der Zurlay bis zur Kleinen Kyll.
Immer wieder treffen wir auf kleine Steinbrücken und auf alte Mühlen, zu denen die umwohnenden Bauern ihr Getreide brachten.
Nach einem sehr gemächlichen Morgen steht uns dann der anstrengendere Aufstieg auf den Kraterrand des Meerfelder Maares bevor. Die Mühen des Aufstiegs werden aber umgehend durch den „Landesblick“ hinunter zum Auge des Maares belohnt. Wir umwandern das Maar und übernachten im Dörfchen Meerfeld.
Im Sommer haben wir bei entsprechenden Temperaturen die Möglichkeit zu einem Bad im Meerfelder Maar. Wer mag, kann sich (ganzjährig; optional zubuchbar) auch im Wellness-Bereich des Hotels verwöhnen lassen.

Heute folgen wir der mittelalterlichen „Alten Prümer Straße“ durch lichte Laubwälder bis hinunter zu Salm. Auf dieser Straße wurden ab dem 10. Jahrhundert Wein, Salz und Getreide von den ausgedehnten Ländereien der Prümer Abtei an der Mosel hinauf in die Nordeifel transportiert. An vielen Stellen folgt der mittelalterliche Handelsweg der noch älteren römischen Trasse.
Am Nachmittag erreichen wir die ehemalige Zisterzienser-Abtei Himmerod. Gegründet im 12. Jahrhundert von Bernhard von Clairveaux, war sie lange eine der reichsten Abteien Mitteleuropas mit über 300 Mönchen. Wir haben Zeit, im Klostergarten zu spazieren und die Ruhe im imposanten Kloster zu genießen.

Mit dem Kloster Himmerod haben wir den südlichsten Punkt unseres Trekkings erreicht. Heute wenden wir uns wiedder nach Norden und laufen auf dem Hunnenkopfpfad in Richtung der Lieser und der Manderscheider Burgen. Um dem Trubel des Eifelsteigs etwas zu entgehen, folgen wir dann aber dem Tal der uns schon bekannten Kleinen Kyll und gelangen durch die von Säulenbasalten gekennzeichnete Wolfsschlucht bis an die Heidsmühle.
Da unsere Wanderstrecke heute nur etwa 13 Kilometer beträgt und auch die Lamas mal eine Pause verdient haben, steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Wer mag, erkundet das Städtchen Manderscheid oder läuft hinunter zur Lieser und zu den pittoresken Burgruinen der Manderscheider Grafen und der ihnen dazumal spinnefeind gesonnenen Vasallen der Kurfürsten von Trier.

Der heutige Tag beginnt anstrengend: Aus dem Tal der Kleinen Kyll hinaus geht es die ersten zwei Kilometer steil bergan zum Windsborn-Krater. Anders als bei den Maaren handelt es sich bei diesem Kratersee um einen wasserverfüllten Schichtvulkan. Wir umwandern das runde Auge des Kraters und gelangen an seiner Südseite zum Mosenberg. Etwas südlich schließt sich der Vulkanerlebnispark bei Bettenfeld an. Wer mag, kann hier viel über den Vulkanismus und vulkanische Gesteinsarten lernen.
Am Nachmittag folgen wir der Trasse der mittelalterlichen „Prümer Straße“ vorbei an Deudesfeld bis zur einsam im Tal der Salm gelegenen Binsenmühle.
Hier erwarten uns gemütlich eingerichtete Bauwagen, in denen wir die Nacht verbringen.

Die rasch fließende Salm begleitet uns heute rechterhand bis ins gleichnamige Örtchen Salm. Bis hierhin genießen wir immer wieder weite Ausblicke über die Höhenzüge der südlichen Eifel. Dann tauchen wir nochmals in den Salmwald ein und folgen dem Remmelbach bis oberhalb von Mürlenbach.
Auch heute sind wir wieder bei Pferdeleuten zu Gast: Wir übernachten in einer Reitwanderstation und verbringen hier unseren letzten gemeinsamen Wanderabend.

Schon von Weitem erblicken wir am Morgen die tief unter uns liegende Bertradaburg in Mürlenbach. Sie ist nach der Mutter Karls des Großen benannt, und es ist durchaus wahrscheinlich, dass Karl der Große hier zur Welt kam.
Der Anstieg auf den nächsten zwei Kilometern vom Tal der Kyll hinauf auf das Hochmoor des Hohen Venns hat es nochmals in sich! Mehr als 200 Höhenmeter müssen wir bewältigen, bevor wir oben sind.
Als Lohn erwartet uns eine Pause in der Künstlersiedlung Weißenseifen, wo wir in aller Ruhe durch den Skulpturenpark streifen können.
Anschließend geht es stetig leicht bergab bis zum Altburgbach und damit zur Schönecker Schweiz. Als letztes Highlight unserer Tour erwartet uns die Burgruine Schönecken.

Nahebei endet unser Lamatrekking. An der Weide verabschieden wir uns von unseren Lamas und unserem Begleitteam.

Termine

  • 01.05.21 – 09.05.21
  • 29.05.21 – 06.06.21
  • 17.07.21 – 25.07.21

Kosten

  • Reisende/r im Doppelzimmer: 1.480 EUR
  • Reisende/r im Einzelzimmer: 1.570 EUR
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Inkludierte Leistungen

  • 8 Hotel- und Gasthausübernachtungen
  • Transfers von Schönecken nach Prüm und retour (Tage 1, 2)
  • Trekking mit Lamas (pro 2 Teilnehmenden ein Lama); Lamas tragen Lastsättel für Transport der Tagesverpflegung)
  • Vollpension (Tag 2-8); Halbpension (Frühstück und Picknick) Tag 9
  • landeskundige Deutsch sprechende Reiseleitung